Ergänzendes

Gesundheitsorientiertes Krafttraining steht bei manchen Indikationen in Konkurrenz zu anderen Therapieverfahren, bei anderen versteht es sich als sinnvolle Ergänzung.

Bei Haltungsschwäche wurde früher „Haltungssonderturnen“, jetzt aktivierende Krankengymnastik verordnet, beides mit bescheidenen Erfolgen. In der Behandlung von Haltungsschwäche, von chronischen Nacken- und Rückenschmerzen, in der Vermeidung des Kraftverlusts im Alter, in Prävention und Therapie der Osteoporose sind die Erfolge der Kräftigungstherapie eindrucksvoll und wissenschaftlich gut belegt. Außerdem sind die Kosten so günstig, dass sich die Kräftigungstherapie als Methode erster Wahl versteht.

Andererseits gibt es viele Krankheiten oder Krankheitsstadien, bei denen Krafttraining nicht oder noch nicht anwendbar ist. Beispiele sind die Frührehabilitation nach Unfällen, Gelenk- und Rückenleiden mit akuten Schmerzen und akute Sehnenansatzentzündungen. Hier schafft gezielte ärztliche Behandlung oder Physiotherapie erst die Voraussetzungen für erfolgreiches Training.

Besonders bewährt in der Kombination mit präventivem oder therapeutischem Krafttraining haben sich folgende Verfahren:

  • Chirotherapie
  • Manuelle Therapie
  • Osteopathie
  • Alexandertechnik
  • Feldenkrais
  • Tai Chi
  • Faszientherapie, z.B. Rolfing

Diese Liste ist nicht vollständig. Auch andere Therapieverfahren können einen wesentlichen Beitrag zur Genesung leisten.

Die richtige Auswahl und die optimale zeitliche Planung aller Behandlungsmethoden erhöhen die Erfolgschancen und minimieren die Kosten.